Tafraout

Nachdem wir uns bei allen lieben Leuten bei Rachel und Aziz verabschiedet haben, geht es für uns wieder raus aus dem goldenen Käfig – zurück in unsere Kuuuh. Auf unserer Fahrt weiter in Richtung Süden ändert sich die Landschaft. Wir passieren viele Bergstraßen und uns wird durch die vielen blühenden Bäume bewusst, dass der Frühling bereits in Marokko eingezogen ist. Wir genießen wieder die Freiheit unterwegs zu sein.

Vergänglichkeit

Im Zick-Zack geht es hinauf zum Imouzzer Wasserfall. Leider ist der Wasserfall beinahe ausgetrocknet. Aber die gigantischen Steinformationen lassen auf den früheren Wasserfall schließen. Die Landschaft wird immer trockener und es sind immer weniger Einwohner zu sehen. Im Gegensatz zum Norden von Marokko, wo wir ständig auf Leute getroffen sind, können wir hier einmal die Natur auf uns wirken lassen. Kakteen und Palmen prägen das Landschaftsbild. So auch in Paradise Valley, welches wir uns auf dem Weg Richtung Meer ansehen.

Taghazout, das bekannteste Surferdorf in Marokko, nutzen wir um den Surfern ein bisschen zuzusehen. Unzählige Surfer treiben auf dem offenen Meer und warten auf die perfekte Welle. Überall entlang der Küste sind Baukräne zu sehen, die unzählige Hotelkomplexe und Restaurants für die zukünftig erwarteten Touristenströme bauen – ein Wahnsinn wie viele große Hotels hier gleichzeitig entstehen. Nach kurzer Zeit ist uns jedoch das touristische Dorf zu viel – wir hüpfen in unsere Kuuuh und fahren dorthin, wo unsere Herzen höherschlagen.

Taghazout

Im Anti Atlas Gebirge nördlich von Tafraout angekommen, staunen wir beide mit offenem Mund. Tolle Felstürme ragen aus einer großartigen Landschaft empor. Michi muss Simon oft daran erinnern beim Fahren auf die Straße zu blicken 😉 Wir parken in Mitten der Riesen und verbringen zwei Nächte dort. Die Sterne sieht man besonders schön in dieser einsamen Gegend. Um uns herum sind zahlreiche Klettermöglichkeiten, aber von Bohrhaken und Tops keine Spur. Mit Friends und Keile sichern wir die Routen selbst ab – abenteuerlich. Auch zu Fuß erkunden wir die Gegend, wobei uns Nebel schließlich talwärts treibt.

Kurz vor Tafraout legen wir eine Pause ein um uns ein Mittagessen zu kochen. Hamza und Mohammed, zwei Berber-Jungs, kommen auf ihrem Heimweg von der Schule bei uns vorbei. Kurzerhand kommen wir ins Gespräch und lernen von ihnen das Arabische und Berber-Alphabet zu schreiben. Ein sehr amüsierender Nachmittag mit den beiden.

Unterrichtsstunde im Freien

Schlussendlich erreichen wir unser Tagesziel, die Painted Rocks bei Tafraout. Unzählige Felskugeln in blau, rosa, grün, schwarz, rot, … finden wir vor. Des Weiteren treffen wir dort unzählige gleichgesinnte Reisende mit Offroad-Fahrzeugen. Es ergeben sich nette Gespräche und Einblicke.

In Tafraout nutzen wir wieder einmal einen Campingplatz zum Duschen. An einem kleinen Dorfbrunnen aktivieren wir unsere Wasseraufbereitungsanlage. Ein älterer Anwohner beobachtet uns dabei. Über Gestik unterhalten wir uns und er bringt uns ein paar Mandeln zur Stärkung beim Pumpen – eine ausdauernde Tätigkeit. Als wir losfahren, sehen wir im Rückspiegel, dass er uns hinterherläuft. Zum Abschied gibt er jeden von uns noch eine Orange und verabschiedet sich herzlich – eine sehr nette Erfahrung.

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Als das Wetter einmal nicht so schön ist, entscheiden wir uns das Ait Mansour Valley zu besuchen. Wir wissen aus Erzählungen davon und wollen herausfinden, warum manche davon schwärmen. Von einem Pass geht es runter in das Tal – jetzt verstehen wir die Schwärmerei. Wir kurven durch enge Straßen von Palmen umzingelt und staunen über die hohen Felswände. Ein netter Tagesausflug.

Die kommenden Tage wollen wir noch für weitere Kletterabenteuer nutzen, bevor es in die Sahara geht.


After saying goodbye to all the lovely people at Rachel and Aziz place, we’re back in our Kuuuh. On our journey further south, the landscape changes. We pass many mountain roads and become aware by the many flowering trees that spring has already moved in Morocco. We enjoy the freedom to travel again.

In a zig-zag we drive up to the Imouzzer waterfall. Unfortunately, the waterfall is almost dried up. But the gigantic rock formations suggest the former waterfall. The landscape is getting drier and there are fewer and fewer inhabitants to see. In contrast to the north of Morocco, where we constantly met people. Cacti and palm trees characterize the landscape. So also in Paradise Valley, which we see on the way to the sea.

Taghazout, the most famous surfing village in Morocco, we use to watch the surfers a bit. Countless surfers float on the open sea waiting for the perfect wave. Construction cranes can be seen all along the coast, building innumerable hotel complexes and restaurants for the expected tourist flows in the future – an insanity how many large hotels arise here at the same time. After a short time, however, the tourist village is too much for us – we jump into our Kuuuh and drive to where our hearts beat faster.

Arriving in the Anti Atlas Mountains north of Tafraout, we both marvel with our mouths open. Great rock towers growing out of a magnificent landscape. Michi often has to remind Simon to look onto the road while driving 😉 We park in the middle of the giants and spend two nights there. The stars are especially beautiful in this lonely area. Around us are numerous climbing opportunities, but no trace of bolts and tops. With Friends and Nuts we secure the routes ourselves – adventurous. Even on foot we explore the area, as fog finally drives us down the valley.

Shortly before Tafraout we take a break to have lunch. Hamza and Mohammed, two Berber boys, pass us on their way home from school. We get into conversation and learn from them to write the Arabic and Berber alphabet. A very amusing afternoon with the two.

Finally we reach our destination for the day, the Painted Rocks at Tafraout. Countless rock balls in blue, pink, green, black, red, …. Furthermore, we meet there countless like-minded travellers with off-road vehicles. There are nice conversations and insights.

In Tafraout we once again use a campsite for showers. At a small village well, we activate our water-filter-unit. An elderly resident is watching us. We talk with gestures and he brings us some almonds for strengthening during pumping – a persevering activity. As we leave, we see in the mirror that he runs after us. As a farewell, he gives each of us an orange and says goodbye – a very nice experience.

When the weather is not so nice, we decide to visit the Ait Mansour Valley. We know about it from stories and want to find out why some of them rave about it. The way brings us down a pass into the valley – now we understand the enthusiasm. We curve through narrow streets surrounded by palm trees and marvel at the high cliffs. A nice day trip.

We want to use the coming days for more climbing adventures before we go to the Sahara.

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