Marokkos Atlantikküste

Unsere Fähre bringt uns nach Tanger Med, im Norden Marokkos. Die Einreisepapiere haben wir schon an Bord erledigt. Jetzt steht nur noch eine Polizeikontrolle bevor, da wir ja auch unsere Kuuuh dabeihaben. Reisepass und Fahrzeugpapiere herzeigen und dass war‘s auch schon für uns. Im Internet haben wir hierzu schon Aufwändigeres gelesen – Drogenspürhunde usw. Als wir schon wegfahren wollten, noch schnell die Frage: „Do you have guns with you?“ – Ähm, nein! Und schon fahren wir auf afrikanischen Straßen.

Blick zurück nach Europa

An Tanger vorbei bewegen wir uns noch im Regen bis Assilah. Obwohl wir uns von Europa nicht weit distanziert haben, scheint es so als wären wir um einige Jahre zurückgereist. Wir sehen Pferdefuhrwerke, viele Eseln und Leute, die am Straßenrand sitzend Obst und Gemüse verkaufen. Jeder Fleck scheint auch von den Ziegen und Schafen inklusive der hinterherlaufenden Hirten bevölkert zu sein. Es sind auch überall Hunde und sehr viele Katzen zu sehen. Die Marokkaner wirken auf uns sehr freundlich und hilfsbereit, erwarten sich jedoch meistens eine Gegenleistung – ein paar Dirhams (hiesige Währung) dürfen es immer sein. So unser erster Eindruck von Marokko.

20180115-1296

Das erste Mal, seit unserer Abfahrt, können wir auch unsere Sommerkleidung benützen – in T-Shirt, kurzer Hose und Rock spazieren wir am Strand der Atlantikküste entlang.

Auf unserer Reise entlang der Atlantikküste sehen wir Dörfer, Städte, Natur und viel Meer. Ein Ort, der uns aufgrund seiner schönen Lagune zum Übernachten einlädt, ist Moulay Bousselham. Hier ist ein wahres Vogelparadies anzutreffen – neben Flamingos sehen wir auch Störche, die sich hier zum Überwintern eingefunden haben. Unser Weiterweg führt uns auch abseits der großen staatlichen Straßen. Mit mäßigem Tempo von 20-40 km geht es holprig von einem Dorf zum anderen. Dies gibt uns jedoch die Möglichkeit das Land auch abseits der Touristenziele zu erleben. Es wirkt teilweise so, als würden viele Menschen hier das erste Mal Touristen aus Europa sehen. Unsere Arme tun uns nach einiger Fahrzeit schon beinahe weh vom ständigen Winken – wir überlegen uns schon einen Winkearm außen am Auto zu montieren 😉. Auch die Produktion von Holzkohle in kleinen Erdhügeln können wir auf unserem Weg nach Rabat sehen. Da Rabat, Hauptstadt von Marokko, uns nicht zum selber hineinfahren mit dem Auto einlädt, nehmen wir ein lokales Taxi. Wobei wir außer Danke kein arabisches Wort können, funktioniert die Verständigung immer irgendwie – ein paar Brocken französisch helfen teilweise ein bisschen weiter. In Rabat lernen wir das erste Mal eine Medina kennen – ummauerte Altstadt in der man alles zu kaufen bekommt was Mann oder Frau benötigt – Schuhe, Kleidung, Obst und Gemüse, lebende Hühner (die frisch vor einem geschlachtet und mit einer Rupfmaschine gerupft werden) und Schildkröten, allerlei Gewürze, Teppiche, Möbel und noch vieles mehr

Weiter südlich an Casablanca vorbei, erreichen wir El Jadida. Diese Stadt hat eine alte portugiesische Medina und bieten uns die Möglichkeit eine fotogene Zisterne zu besichtigen. Am selben Tag schlafen wir an einem einsamen Strand. Bei den dortigen Sanddünen unternehmen wir die ersten Versuche, mit unserer Kuuuh im Sand zu fahren. Am nächsten Morgen kommt schon ein Einheimischer auf uns zu und freut sich mit uns über Gott und die Welt zu reden. Er erklärt uns, warum ein paar Frauen auf der dortigen Steinküste herumklettern – sie sammeln Austern für den Markt. Bis zur nächsten Hauptstraße nehmen wir unsere neue Bekanntschaft noch mit – dabei schwingt er sich selbstverständlich gleich vorne rein. Mit Musik und einer Tanzeinlage amüsiert er uns auf der kurzen Fahrt.

Video „Ein lustiger Marokkaner“

Auch im nächsten Dorf fällt es uns nicht schwer, mit den Marokkanern ins Gespräch zu kommen. Ein 18-jähriger Bursche setzt sich gleich neben Simon auf die Bank. Mit der Übersetzungs-App auf seinem Handy führen wir ein mageres Gespräch, für ihn aber kein Hindernis für einige Zeit bei uns zu verweilen.

20180119-1394

Der nächste Tag bringt sehr viele unerwartete Stopps. Wir bremsen einige Male für Schildkröten, die über die Straße laufen. Michi trägt sie dann immer zum Straßenrand und verhindert, dass vorbeifahrende Autos darüberfahren.

Schildkröten retten

Ein sehr touristischer Ort, den wir auf unserer Fahrt erleben, ist Essaouira. Hier werden die Touristen am Strand auf Dromedaren und Pferden entlanggeführt. Zusätzlich kann der Adrenalinpegel beim Quad-fahren gesteigert werden. Auch hier sehen wir uns die Medina an und spüren in einem kleinen Geschäft (ca. 4m²) die Gastfreundlichkeit der Marokkaner. Bei Pfefferminztee und guten Gesprächen lässt es sich verweilen.

Quer durch Marrakesch fahren wir zu unserem nächsten Host – Rachel und Aziz. Wir sehen das erste Mal das schneebedeckte Atlasgebirge und freuen uns schon bald auch dort zu sein.

Der ersten Blick aufs Atlasgebirge


Our ferry brings us to Tangier Med in northern Morocco. We already have done the entry papers on board. Now there is only a police check in front of us because of our Kuuuh. Show passport and vehicle documents and that’s it for us. In the internet we have already read more elaborate – drug detection dogs etc. As we wanted to drive away, quickly the question: „Do you have guns with you?“ – Um, no! And we are driving on African roads.

Passing by Tangier we move in the rain until Assilah. Although we have not distanced ourselves far from Europe it seems that we have travelled a few years back. We see horse-drawn carriages, many donkeys and people selling fruits and vegetables sitting on the roadside. Each spot also seems to be populated by goats and sheeps, including the shepherds running after them. There are also dogs and many cats everywhere. The Moroccans are very friendly and helpful to us but usually expect something in return – a few Dirhams (local currency) are always welcome. So far our first impression of Morocco.

The first time since our departure we can use our summer clothes – in T-shirt, short pants and skirt we walk along the beach at the Atlantic coast.

On our journey along the Atlantic coast we see villages, towns, nature and lots of sea. A place that invites us to stay overnight due to its beautiful lagoon is Moulay Bousselham. Here is a true bird paradise – in addition to flamingos we also see storks that have come here for the winter. Our way leads us away from the big state roads. At a moderate pace of 20-40 km, it is bumpy from one village to another, we keep on moving. However this gives us the opportunity to experience the country away from the tourist destinations. It seems like many people are seeing tourists from Europe for the first time. After a while our arms nearly hurt from constant waving – we are already thinking of putting a bracket on the outside of the car 😉. We can also see the production of charcoal in small mounds on our way to Rabat. Since Rabat, capital of Morocco, does not invite us to drive in by car ourselves, we take a local taxi. Although we can not talk Arabic, the communication always works somehow – a few chunks of French sometimes help a bit further. In Rabat we get to know a medina for the first time – walled old town where you can buy everything you need – shoes, clothes, fruits and vegetables, live chickens (freshly slaughtered and plucked with a plucking machine) and Turtles, all sorts of spices, carpets, furniture and much more.

Further south past Casablanca we reach El Jadida. This city has an old Portuguese medina and offers us the opportunity to visit a photogenic cistern. On the same day we sleep on a lonely beach. At the local sand dunes we make the first attempts to drive with our Kuuuh in the sand. The next morning a local man comes up to us and is happy to talk about God and the world with us. He explains why some women are climbing the local rocky coast – they collect oysters for the market. Until the next main street we take our new acquaintance with us – of course he swings in the front right. With music and a dance insert he amuses us on the short drive.

Video „A funny Moroccan“

Even in the next village it is not difficult for us to talk to the Moroccans. An 18-year-old boy sits next to Simon on the bench. With the translation app on his mobile we have a rare conversation, but for him no obstacle for some time to stay with us.

The next day brings many unexpected stops. We stop a few times for turtles running across the street. Michi then always carries them to the side of the road and prevents passing cars from driving over it.

A very touristy place which we experience on our way is Essaouira. Here the tourists are guided along the beach on dromedaries and horses. In addition the adrenalin level can be increased while quad-driving. Again, we look at the medina and feel in a small shop (about 4m ²) the hospitality of the Moroccans. With peppermint tea and good conversation time is running.

Through Marrakech we drive to our next host – Rachel and Aziz. We see the snow-capped Atlas Mountains for the first time and look forward to be there soon.

2 Antworten auf “Marokkos Atlantikküste”

  1. Hallo Michi und Simon,
    Freut mich von euch zu hören.
    Eure Eindrücke von Marokko sind traumhaft. Weit seit ihr schon mit eurer Kuuuh gereist.
    Eine schöne Zeit in Afrika wünsche ich euch Mama Berta

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo ihr zwei
    Das scheint ja eine tolle Auszeit zu werden, wünsche euch einen schönen Verlauf und freu mich schon heute auf eure Rückkehr mit gaaaanz vielen Gschichtln von schönen Erlebnissen eurer Welttour.
    UND….bitte schon heute darum einen interessanten Vortrag für unsere Mitglieder bei uns im Alpenverein TK-Linz zu planen.

    Alles Gute
    wünscht euch Elfi Ullrich mit dem Alpenverein TK-Linz Team „Tour & Natur“

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s